Grenzen setzen: Die Balance zwischen Berufs- und Privatleben im Homeoffice finden
- Ally Kamelhar

- 27. September 2024
- 3 Minuten Lesezeit
Aktualisiert: 18. Dezember 2025

Ich habe den sozialen Aspekt der Büroarbeit immer sehr geschätzt. Als ESFJ (für alle Myers-Briggs-Fans) schöpfe ich Energie aus dem Umgang mit anderen – die Arbeit im Büro bietet mir diese Möglichkeit. Der Weg ins Büro ermöglicht es mir außerdem, nach Feierabend abzuschalten und den Abend zu genießen.
Als ich komplett ins Homeoffice wechselte, lebte ich mit meinem Mann, der ebenfalls komplett von zu Hause aus arbeitete (vielen Dank, Corona!), in einer Einzimmerwohnung. Inzwischen ist er wieder im Büro, was eine neue Dynamik des Alleinarbeitens von zu Hause mit sich gebracht hat. Da ich meine Kollegen nicht mehr täglich sehen konnte und mir zudem mein letzter persönlicher Kollege (mein Mann) fehlte, fühlte ich mich isoliert und vermisste den sozialen Austausch.
Unabhängig von Ihrer Wohnsituation kann der Übergang vom Büroarbeitsplatz zum Homeoffice eine Umstellung bedeuten. Hier sind einige Dinge, die mir bei diesem Übergang geholfen haben:
Nimm dir Zeit, rauszugehen – das fiel mir anfangs schwer, aber ich habe gelernt, dass es nötig ist. Es gab Tage, an denen ich den ganzen Tag zu Hause saß und fast verrückt wurde. Ob es nun fünf Minuten auf meiner Terrasse sind oder ein kurzer Spaziergang/eine kurze Autofahrt zum Kaffeeholen, ich versuche, mir diese Zeit fest einzuplanen. Am Ende des Tages mache ich auch gerne einen längeren Spaziergang durch meine Nachbarschaft, um abzuschalten und eine klare Trennung zwischen Arbeit und Freizeit zu schaffen.
Eine Aktivität finden – das war für mich ein Wendepunkt. Ich spiele Tennis und regelmäßig am Wochenende, hatte aber unter der Woche keine Beschäftigung. Letztes Jahr habe ich mich für einen Kurs in meinem örtlichen Yoga-/Barre-Studio angemeldet und gehe jetzt regelmäßig hin. Eine Aktivität außerhalb des Hauses zu finden, hat mir nicht nur körperlich gutgetan, sondern mir auch geholfen, vom Arbeitsalltag abzuschalten.
Setzen Sie sich eine feste Feierabendzeit – Natürlich haben wir alle mal stressige Phasen, in denen wir länger arbeiten müssen, aber im Allgemeinen versuche ich, mir eine feste Zeit zum Feierabend zu setzen. Falls Sie diese Regel nicht einhalten, erstellen Sie sich eine wiederkehrende Kalendererinnerung, um einen regelmäßigen Rhythmus beizubehalten.
Nehmen Sie sich bewusst Zeit für persönliche Kontakte – das ist mir aufgrund meiner Geselligkeit besonders wichtig. Ich betrachte diesen Punkt unter zwei Gesichtspunkten:
Nehmen Sie sich (virtuell) Zeit für Dinge außerhalb Ihres üblichen Aufgabenbereichs – wenn Ihre Kollegen nicht in Ihrer Nähe wohnen, vereinbaren Sie virtuelle Treffen. Ich nehme regelmäßig am „Kaffee mit einem Kollegen“-Programm meines Unternehmens teil, wodurch ich neue Leute aus verschiedenen Bereichen kennenlerne. Falls Ihr Unternehmen kein solches Programm anbietet, können Sie es ganz einfach selbst organisieren; es kostet nur wenige Minuten Ihrer Zeit. Außerdem ist es mir wichtig, mich in Berufsverbänden zu engagieren. So bin ich beispielsweise Mitglied im Junior Board des Accessories Council, wodurch ich neue Kontakte knüpfen und mich mit ihnen austauschen kann.
Nutzen Sie persönliche Treffen – Wenn ich in mein New Yorker Büro reise, versuche ich, meine Zeit in der Stadt optimal zu nutzen, indem ich Frühstücks- oder Mittagstreffen mit internen und externen Kollegen vereinbare, die ich nicht regelmäßig sehe. Falls Sie beruflich nicht so oft reisen, suchen Sie nach Kollegen in Ihrer Stadt oder finden Sie lokale Berufsverbände. Viele Organisationen bieten Veranstaltungen ihrer Ortsgruppen an. Kürzlich konnte ich an einer der PRSA sowie an einer lokalen WIIM- Veranstaltung teilnehmen, wo ich wertvolle Kontakte in meiner Stadt knüpfen konnte.
Betrachten Sie diese Tipps als Anregung, um Ihre eigenen Wege zu erkunden, wie Sie Berufs- und Privatleben besser in Einklang bringen können, egal ob Sie in einem vollständig ortsunabhängigen oder einem hybriden Arbeitsumfeld tätig sind.
Verfasst von Ally Kamelhar





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