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Der Schriftsteller in dir: 5 Tipps, wie du deine Prosa veröffentlichst

Aktualisiert: 26. Oktober 2024


Ob eine E-Mail an Kollegen oder ein Kommentar über das süße Erstklässlerkind der Schwester – Schreiben gehört zu unserem Alltag. Fortschritte in der Technologie, einschließlich Künstlicher Intelligenz (KI), haben die Fähigkeit des menschlichen Geistes, Menschen mit geschriebenen Worten zu unterhalten und zu belehren, nicht ersetzt. Grundsätzlich gibt es zwei Lager: diejenigen, die gerne schreiben, und diejenigen, für die es so viel Spaß macht wie die Reinigung der Toilette. Wenn Sie gerne schreiben und sich fragen, wie Sie Ihre Texte veröffentlichen können, finden Sie hier Tipps von einem professionellen Autor, der bereits für nahezu jedes Genre geschrieben hat.


Spoilerwarnung: Dieser Artikel richtet sich nicht an Leser, die die nächste J.K. Rowling werden wollen, sondern konzentriert sich auf informative Texte für Online- und/oder Printmedien – los geht’s!


Schritt 1: Lernen Sie Ihre B2B- und B2C-Zielgruppen kennen

Ein guter Ausgangspunkt ist die Überlegung, welche Art von Inhalten am besten zu Ihren Ideen und Ihrem Schreibstil passt. B2B-Texte können Ihre Karriere fördern und Sie als anerkannte Autorität in Ihrem Fachumfeld etablieren. B2B-Texte sind in der Fachwelt beheimatet, und viele Fachmagazine erscheinen sowohl online als auch in gedruckter Form. Ein Beispiel für einen solchen Artikel wäre „Bestandsmanagement in einer unsicheren Lieferkette“. Die meisten (aber nicht alle) B2B-Fachplattformen zahlen keine Honorare an Gastautoren, sondern setzen auf Ihr Engagement, einen eigenen Artikel zu veröffentlichen und sich als Experte auf einem bestimmten Gebiet zu positionieren.


Business-to-Consumer (B2C)-Artikel richten sich von etablierten Magazinen oder Websites direkt an Endverbraucher. B2C kann aber auch B2B sein; Gesundheitsthemen sind ein gutes Beispiel für Artikel, die beide Zielgruppen ansprechen. Ein Beispiel wäre „Warum Antireflexbeschichtungen für Kleinkinder wichtig sind“. B2C-Autoren erhalten oft ein Honorar, allerdings in der Regel kein Vermögen, das zu einem ausgiebigen Einkaufsbummel einlädt. Gemeinnützige Organisationen sind ein idealer Einstieg für Nachwuchsautoren, die sich ehrenamtlich engagieren und relevante Texte unentgeltlich verfassen möchten.


Schritt 2: Fang einfach an zu schreiben!

Sobald du herausgefunden hast, wo dein Text hingehört, ist es Zeit, dir ein Thema auszusuchen, das dich begeistert, und loszulegen. Vielleicht hast du schon länger über ein Thema nachgedacht, dich aber noch nicht hingesetzt, um es aufzuschreiben. Genau hier scheitern die meisten angehenden Autoren. Schreib einfach drauflos, was dir durch den Kopf geht, und mach dir keine Gedanken darüber, wie es sich liest. Wenn du fertig bist, lass den Text ein paar Tage ruhen und lies ihn dann noch einmal. Wörter und Formulierungen, die dir vor ein paar Tagen noch genial erschienen, lassen dich vielleicht denken: „Wer hat das denn geschrieben?“ Jetzt ist es Zeit fürs Korrekturlesen und Überarbeiten. Deinen Text laut vorzulesen ist eine hervorragende Methode, um Tippfehler und holprige Sätze zu entdecken.


Schritt 3: Zurück zur Grundschule 

Okay, Grammatik ist vielleicht nicht jedermanns Sache … aber wen kümmert's im digitalen Zeitalter schon? Für Lektoren ist sie wichtig, denn sie sind es, die die Augen verdrehen und Ihre Grammatikfehler korrigieren. Egal wie gut Sie schreiben, schlampige Grammatik führt dazu, dass Ihr Manuskript im Papierkorb landet. Falls Sie das beunruhigt, gibt es ein kleines Buch namens „ The Elements of Style“ von Strunk und White, das für jeden guten Autor die Bibel ist. Außerdem gibt es unzählige Online-Tools mit generativer KI, die Rechtschreib- und Grammatikfehler recht gut finden – Grammarly ist eines der am häufigsten genutzten. Kostenlose Grammatikprüfungen sind hilfreich, bieten aber nur eine oberflächliche Überprüfung Ihres Textes (Rechtschreibung, Zeichensetzung, Subjekt-Verb-Kongruenz). Für eine tiefergehende Analyse von Aspekten wie Satzstruktur und Wortschatzerweiterung sollten Sie auf eine kostenpflichtige Version umsteigen.


Schritt 4: Suchen Sie nach der Autorenzeile und dem Impressum

Redakteure, ob Print oder Online, kennen ein kleines Geheimnis: Sie brauchen Inhalte, denn ohne sie lassen sich keine Anzeigen verkaufen. Achten Sie online auf die Autorenzeile. Viele Autoren geben dort eine Autorenzeile, eine kurze Biografie und eine E-Mail-Adresse an. Wenn Sie einen Text beisteuern möchten, kontaktieren Sie die Redakteure. Sie können Sie an die richtige Person weiterleiten, der Sie Ihre Idee vorstellen können. Fach- und Publikumszeitschriften haben außerdem ein sogenanntes Impressum, das sich irgendwo im Innenteil befindet. Dort finden Sie das Redaktionsteam, die Autoren und oft auch einen Ansprechpartner für Artikel oder Themenvorschläge. Probieren Sie es einfach aus – Sie haben nichts zu verlieren.


Schritt 5: Fassen Sie sich kurz und seien Sie auf Änderungen gefasst

Schreiben ist wie Malen eine Kunstform, doch kein Maler würde seine Leinwand präsentieren und erwarten, dass jemand einfach den Pinsel zückt und sie verändert. Genauso verhält es sich mit Worten. Rechnen Sie damit, dass ein Lektor das tut, was er am besten kann: Ihren Text verändern, umstrukturieren und manchmal sogar neu schreiben, denn er kennt seine Leser besser als Sie. Manchmal erhalten Sie einen Korrekturabzug, in den Sie Ihre Anmerkungen einbringen können, aber nicht immer. Gehen Sie nicht mit der Erwartung an die Sache heran, dass jedes Wort unantastbar ist.


Verfallen Sie nicht dem Irrglauben, sich in Ihre Worte zu verlieben. Auch beim Schreiben gilt: Zu viel des Guten ist schädlich. Vermeiden Sie unnötige Wörter und Phrasen, die die ohnehin begrenzte Aufmerksamkeitsspanne des Lesers nur weiter strapazieren. „Exact same“ bedeutet „dasselbe“, „close proximity“ bedeutet „nahe“, „brief summary“ bedeutet „Zusammenfassung“


Brauchen wir im Zeitalter der generativen KI noch Schriftsteller?

Es besteht kein Zweifel, dass generative künstliche Intelligenz exponentiell voranschreitet. Plattformen wie Chat GPT sammeln Milliarden von Wörtern und erstellen daraus Artikel. Doch wer schon einmal KI-generierte Inhalte gelesen hat (und das haben Sie wahrscheinlich), weiß, dass es diesen oft an menschlichen Emotionen, chronologischer Struktur und Klarheit im Stil mangelt. KI-Websites eignen sich jedoch hervorragend, um Grammatik zu prüfen und Ideen für die Textgestaltung zu sammeln. Generative KI wird sich weiterentwickeln, ist aber schon jetzt ein nützliches Werkzeug, um bestehende Texte professioneller klingen zu lassen.


Veröffentlichen ist einfacher als gedacht, und die meisten Redakteure sind offen für gute Texte, die ihre Leserschaft ansprechen. Es heißt ja so schön: „Ein leeres Blatt kann man nicht bearbeiten.“ Also wagen Sie den ersten großen Schritt und gestalten Sie Ihre Geschichte so, dass die Welt sie lesen kann.


Verfasst von MA Giorgio

5 Kommentare


lornarynn
17. Oktober 2025

Tolle Tipps in diesem Beitrag! Ich stimme vollkommen zu, dass es entscheidend ist, als Autor seinen eigenen Stil zu finden. Wer sein Manuskript auf die nächste Stufe heben möchte, für den kann die Zusammenarbeit mit einer irischen Buchverlagsagentur wirklich den Unterschied machen. Sie bieten fachkundige Beratung und helfen dabei, aus Ihrem Text ein veröffentlichtes Meisterwerk zu schaffen.

Wie

hafsahdaher
26. September 2025

Dieser Beitrag bietet fantastische Tipps für angehende Autoren! Es ist so wichtig, dranzubleiben und sein Handwerk stetig zu verbessern. Genau wie Autoren brauchen auch Unternehmer Unterstützung bei der Planung ihrer nächsten Schritte. Wenn Sie nach Businessplan-Autoren in Ihrer Nähe , kann Ihnen ein professioneller Businessplan-Service die nötige Orientierung geben.

Bearbeitet
Wie

Gast
16. Juli 2024

Ein hervorragender Tipp! Das Veröffentlichen von Artikeln auf LinkedIn, in Branchennewslettern und auf relevanten Websites kann Ihnen helfen, Ihre Karriere voranzutreiben und Ihre persönliche Marke aufzubauen.

Wie

Gast
16. Juli 2024

Vielen Dank dafür! Das sind wirklich nützliche Tipps, die mir bisher noch nicht begegnet sind. Und ja, es gibt tatsächlich Menschen, die das Schreiben genauso vergnüglich finden wie die Reinigung einer Toilette (toller Vergleich!).

Wie

Gast
16. Juli 2024

Ein toller Artikel, viele gute Tipps, die wir auch in unseren Newslettern umsetzen können.

Bearbeitet
Wie
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